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Buch der Psalmen

Der Sammelband besteht aus ursprünglich nicht zusammengehörigen Teilen; um 1460 wurden er im Kloster St. Gallen zusammengestellt. Der Hauptteil ist ein Psalter aus dem 9. Jahrhundert. Im anschliessenden Hymnar aus dem 12. Jahrhundert steht das berühmte Widmungsbild des Schreibers Eberhard, der sein Buch Gallus überreicht, während Papst Gregor am Pult sitzt und die Gesänge notiert, die ihm die Taube des Heiligen Geistes ins Ohr flüstert. Der letzte Teil ist ein Fragment mit einigen Prologen zum Psalter.
St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 292
Ganze Handschrift
Evangelienbuch

Das Evangelienbuch hat ein ungewöhnliches Format: Es ist fast quadratisch. Es wurde im späten 9. Jahrhundert im Kloster St. Gallen geschrieben und mit Schmuckseiten ausgestattet. Ganz ungewöhnlich ist auch der Einband, der einst mit leuchtendem Seidenbrokat in Rot, Gelb und Grün überzogen war; Reste davon haben sich auf den Innenseiten der Deckel erhalten.
St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 294
Ganze Handschrift
Boethius: Zahlen- und Musiktheorie

In den Schriften De arithmetica und De institutione musica vermittelte spätantike Philosoph Boethius dem Mittelalter griechische Zahlen- und Musiktheorie. In der Handschrift des 12. Jahrhunderts sind die mehrfarbigen Visualisierungen mit besonderer Sorgfalt ausgeführt.
St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 296
Ganze Handschrift
Eusebius von Caesarea: Weltgeschichte im Überblick

Der im Jahr 1410 in Florenz geschriebene Band gehört zu den ganz frühen Handschriften in humanistischer Minuskel und geht wahrscheinlich direkt auf das Vorbild von Poggio Bracciolini, den Schöpfer dieser Schrift zurück. Es ist nach dem Urteil von Berthold Louis Ullman "perhaps the best example of humanistic writing during the first decade of the fifteenth century – except Poggio's".
St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 298
Ganze Handschrift
Rudolf von Ems: Weltchronik; "Der Stricker": Karl der Grosse.

Die Rudolf von Ems-Handschrift ist im gleichen Zürcher Umfeld entstanden wie die Manessische Liederhandschrift, sie bildet eines der Hauptwerke der süddeutschen Buchmalerei um 1300. Dies gilt für die Miniaturen der Weltchronik des Rudolf von Ems wie für das Versepos des "Strickers" über Kaiser Karl den Grossen und seinen Kriegszug nach Spanien.
St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 302
Ganze Handschrift
Titus Livius: Römische Geschichte

Der zweite Band einer dreibändigen, 1442 und 1443 in Padua geschriebenen Liviusausgabe ist von besonderem Interesse, weil die Vorlage bekannt ist: die Liviushandschrift des Sicco Polentone (1375/76–1446), Kanzler in Padua (heute Holkham Hall Library, MS 349). Die Handschrift der Vadianischen Sammlung besticht durch die Schönheit und Gleichmässigkeit der Schrift und die Ausstattung mit vorzüglichen Weissrankeninitialen.
St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 307
Ganze Handschrift
Weissenauer Chartular

Das kleinformatige Chartular enthält die grundlegenden Rechtstitel des Praemonstratenserklosters Weissenau bei Ravensburg, Die Päpste, Kaiser, Könige, Herzöge, Grafen, Bischöfe und Pröpste, die Urkunden ausstellten, sind am Rand mit ihren Attributen abgebildet.
St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 321
Ganze Handschrift
Lateinische Studienbibel

Die reich illustrierte Studienbibel aus dem Ende des 13. oder Beginn des 14. Jahrhunderts enthält das Alte und das Neue Testament, sie vereinigt die neue Kapitelzählung des 13. Jahrhunderts mit der alten Zählung in den Evangelien; bei den Psalmen stehen zwei verschiedene lateinische Übersetzungen nebeneinander. Bei den Psalmen beginnen die Bildinitialen, die von reizvollen Drolerien begleitet sind.
St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 332
Ganze Handschrift
Papstbilder

In der papstkritischen Bildpropaganda, die nach dem Textanfang "Ascende calve" ("Fahr auf, Glatzkopf") genannt wird, stehen Bild und Text gleichwertig nebeneinander. Die Texte haben die Form von Weissagungen, die Handschrift der Vadianischen Sammlung ist der wichtigste Textzeuge. Die Bedeutung der Handschrift liegt aber vor allem in den faszinierenden Bildern, die in Grautönen gehalten sind.
St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, VadSlg Ms. 342
Ganze Handschrift
Bilderbibel

Die zweibändige, grossformatige Bilderbibel ist ist eine Nacherzählung der biblischen Geschichten in deutscher Sprache. Sie entstand kurz nach 1450 in der Werkstatt von Diebold Lauber in Hagenau; zwei Jahrzehnte später gehörte sie einer reichen Konstanzer Familie. Im frühen 17. Jahrhundert wurden Fehlstellen in St. Gallen ausgebessert – eine frühe Handschriftenrestaurierung.
St. Gallen, Kantonsbibliothek, VadSlg Ms. 343c/d
Ganze Handschrift: Altes Testament
Ganze Handschrift: Neues Testament
Beschreibung der Welt

Die Weltbeschreibung des Lyoner Arztes und Astrologen Louis de Langle behandelt die Entstehung der Welt, die Erde und ihre Bewohner sowie die Sterne des Himmels, wobei die Astrologie im Vordergrund steht. Beachtung verdienen die Bilder der Dekane, d.h. der Unterteilung der zwölf Tierkreise in jeweils drei Abschnitte in der Astrologie. Trotz der ansprechenden Bilder hatte das Werk keinen grossen Erfolg; es sind nur wenige Handschriften bekannt.
St. Gallen, Kantonsbibliothek, VadSlg Ms. 427
Ganze Handschrift

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